Erotik-Comics

Im Comic können Zeichner ihre Fantasien wahr werden lassen. Das gilt auch und gerade für erotischen Fantasien. Selbst entlegene Bereiche der menschlichen Sexualität lassen sich hier erkunden. Der Grund aber, warum viele Heldinnen in Comics barbusing herum laufen müssen, ist vermutlich viel trivialer: Sex sells!

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Die offizielle Geschichte erotischer Comics beginnt 1962 mit Barbarella, der den "Comic für Erwachsene" begründet. In den folgenden Jahren erscheinen weitere freizügige Geschichten, es sind schließlich die wilden Sechziger- und Siebzigerjahre und man geht recht offen mit Sex und Nacktheit um. Gerade Underground-Zeichner nehmen kein Blatt vor dem Stift, erwähnt sei etwa Robert Crumbs Fritz the Cat.

Die hochfliegenden Hoffnungen, die man in die freie Liebe setzte, sind mittlerweile zerplatzt. Vieles was damals noch Tabubruch war, ziert heute unsere Plakatwände. Nackte Haut ist zu einem Teil unseres Alltags geworden, und somit auch zu einem alltäglichen Element in den Comics.

Die Spannbreite erotischer Comics ist breit. Da gibt es zum einen harmlose, neckische Geschichten, die nicht einmal Achtjährigen rote Ohren verpassen würden, und Teenie-Mangas für die pubertierende Jugend. Wir finden aber auch deutlich expliziter ausgerichtete Werke - in der japanischen Version "Hentai" genannt. Da der Comic erlaubt, gefahrlos und ohne viel Aufwand auch extreme Fantasien zu illustrieren, finden sich hier auch Comics über sadistische und masochistische Praktiken. Die meisten solcher Comics stehen jedoch auf dem Index und dürfen nicht öffentlich beworben oder verkauft werden.