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Barfuss durch Hiroshima

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Inhalt

Keiji Nakazawa ist sieben Jahre alt, als die Amerikaner am Morgen des 6. August 1945 die Atombombe über seiner Heimatstadt zünden. Er überlebt das Inferno gemeinsam mit seiner Mutter. Sein Vater, sein kleiner Bruder und die ältere Schwester kommen vor seinen Augen ums Leben.

Der Autor und Zeichner Nakazawa schildert seine persönliche Geschichte beginnend im April 1945. Er zeigt deutlich auf, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte und prangert im ersten Teil der vierbändigen Autobiographie vor allem die Unterdrückung des Volkes im kaiserlich geschützten Militärsystem Japans vor dem Atomschlag an. Gens Geschichte handelt von Menschen, die in unmenschlichen Situationen überleben müssen - sowohl in den letzten Wochen vor Ende des zweiten Weltkriegs als auch nach dem nuklearen Angriff.

Informationen

"Hadashi no Gen" wurde erstmalig von 1972-73 im Shukan Shonen Jump, dem größten wöchentlich erscheinenden japanischen Comic-Magazin mit einer Auflage von mehr als 2 Millionen Exemplaren, veröffentlicht. Die eindringliche Beschreibung des Atombombenabwurfs über Hiroshima und dessen Folgen hat seit Erscheinen große Aufmerksamkeit erregt und international hohe Anerkennung erhalten.

Dem deutschen Publikum zugänglich gemacht wurde der Manga bereits 1982 in einer Ausgabe des ersten Teils der Erzählung als rororo-aktuell-Ausgabe des Rowohlt Verlags. Jetzt veröffentlicht der Carlsen Verlag eine neu übersetzte und redigierte Ausgabe der vierbändigen Autobiographie als Manga in westlicher Leserichtung.

Zum 60. Jahrestags des Abwurfs der Atombombe auf Hiroshima liegt "Barfuß durch Hiroshima" gesamt in vier Bänden vor.

Der Autor

Keiji Nakazawa wurde 1939 als viertes von sechs Kindern in Hiroshima geboren. Sein Vater, sein kleiner Bruder und seine ältere Schwester kamen beim Abwurf der Atombombe am 6. August 1945 ums Leben. Er selbst leidet seitdem an Leukämie und seine Mutter starb 1966 an den Folgen der nuklearen Strahlung.

Im Alter von 22 Jahren zog Keiji Nakazawa nach Tokyo und begann seine Karriere als professioneller Zeichner. Seine ersten Arbeiten wurden ab 1963 im Monatsmagazin "Shônen Gaho" veröffentlicht. Fünf Jahre später erschien mit "Kuroi ame ni utarete" ("Unter dem schwarzen Regen") ein erstes Werk, das seine Erinnerungen an die Tragödie von Hiroshima zum Thema machte. Mit "Ore wa mita" ("Ich habe es gesehen") gab er 1972 in einer kurzen Geschichte ein weiteres Mal Einblick in seine persönlichen Erfahrungen mit den Geschehnissen vor und nach der nuklearen Katastrophe. Im gleichen Jahr erschien "Hadashi no Gen" im "Shûkan Shônen Jump", Japans meistverkauftem Manga-Magazin, in dem die autobiographische Geschichte wöchentlich abgedruckt wurde. Bis heute ist diese Arbeit sein bekanntestes Werk, das in zahlreiche Sprachen übersetzt, und unter anderem als Theaterstück und Animationsfilm umgesetzt wurde. Seit 1976 widmet sich eine Gruppe mit dem Namen "Project Gen" Keiji Nakazawas Schaffen. Die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder aus zahlreichen Nationen haben es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Manga in möglichst viele Sprachen zu übersetzen und damit auch Menschen außerhalb Japans die Möglichkeit zu geben, Gens Botschaft zu hören.

Zuletzt wurde "Barfuß durch Hiroshima" im Jahr 2004 mit dem "Prix Tournesol" ausgezeichnet, der seit 1997 auf dem internationalen Comic-Salon in Angoulême für Werke vergeben wird, die sich u.a. besonders sensibel mit Werten der sozialen Gerechtigkeit auseinandersetzen.

Kategorien

Editionen

Barfuss durch Hiroshima

Paperback, Einfarbig, Carlsen Verlag, Oktober 2004 - Juli 2005

Barfuß durch Hiroshima - Eine Bildergeschichte gegen den Krieg

Taschenbuch, Einfarbig, Rowohlt Verlag, 1982

Hefte

Barfuss durch Hiroshima 4: Hoffnung

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Barfuss durch Hiroshima 3: Kampf ums Überleben

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Barfuss durch Hiroshima 2: Der Tag danach

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Barfuss durch Hiroshima 1: Kinder des Krieges

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Gen und sein kleiner Bruder Shinji erleben eine Kindheit im Krieg. Die Familie leidet, es fehlt an Nahrungsmitteln und Arbeit. Einer seiner Brüder wird zum Dienst an der Waffenproduktion eingezogen, der andere als Landarbeiter in die Provinz geschickt. Gens Vater ist überzeugter Pazifist und kritisiert öffentlich die kaiserliche Regierung und deren Kriegstreiberei auf Kosten der armen Leute. Fortan gilt er als Verräter am eigenen Volk und die gesamte Familie wird schikaniert. Trotz aller Schwierigkeiten bleiben Gen und Shinji zwei lebhafte Jungen, die auf alle erdenkliche Weise versuchen an Essen oder Geld zu kommen und ihrer Familie den nötigen Zusammenhalt geben. Band 1 wird mit einem Vorwort von Art Spiegelman, Autor der Pulitzerpreis-gekrönten Comic-Erzählung »Maus«, eingeleitet. Das Nachwort verfasste Noritaka Yamaji, der als Redakteur bei der Entwicklung der japanischen Originalausgabe eng mit Keiji Nakazawa zusammen arbeitete. Yamaji leitet heute das Unternehmen Shueisha, eines der größten Verlagshäuser Japans.

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