Manga

Über 750 Manga-Serien wurden bisher in Deutschland veröffentlicht. Die meisten davon sind hier alphabetisch sortiert aufgeführt, von A wie A.I. love you bis Z wie Zero Hunter.

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Auf japanisch heißt "Manga" schlicht "Comic", "Mangaka" sind dementsprechend "Comiczeichner". Außerhalb Japans wird Manga jedoch meist im Sinne von "Comics im japanischen Stil" verwendet. Dies ist insofern gerechtfertigt, als dass sich in Japan eine ganz eigene grafische Erzählweise herausgebildet hat, die sich deutlich von der amerikansichen oder europäischen unterscheidet. Auch wenn Stilelemente des Manga zunehmend in außerjapansiche Produktionen einfließen, und es mittlerweile auch etwa in Amerika oder Deutschland gezeichnete Mangas gibt.

In Japan spielen Comics - oder eben Mangas - eine wesentlich größere Rolle als in der westlichen Kultur. Sie werden von allen gesellschaftlcihen Schichten gelesen und decken alle möglichen Themen ab, vom Sport über historische Tehmen bis zur Liebesgeschichte. Angeblich soll der wöchentliche Umsatz an Comics in Japan größer sein als der eines ganzen Jahres in Amerika, die großen Mangazeitschriften setzen mehrere Millionen Exemplare pro Woche ab.

Zwar gab es auch in Japan nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine Diskussion über Gewalt und Sexualität in Comics, anders als in den USA aber führte dies nicht zu einer Einschränkung der Freiheit der Mangaka. Etwas Vergleichbares zum amerikanischen Comic Code existiert in Japan nicht. Dies führte dazu, dass Manga oft wesentlich direkter und expliziter sind.

Mangas werden dabei stark als wirkliche Bildergeschichten konsumiert, in denen der Text gegenüber der Illustration der Bewegung und der Action in den Hintergrund tritt. Dies wird etwa durch die Manga-typischen "Speedlines" illustriert. Ein weiteres Kennzeichen des Manga-Stils sind die Augen, mit denen wesentlich mehr Emotionen ausgedrückt werden als in westlichen Comics.

Manga sind heutzutage in Deutschland die mit Abstand populärsten Comics. Dies gilt zumindest für ein Teilsegment, nämlich Mangas für Kinder und Jugendliche. Bis auf wenige Ausnehmen, etwa Barfuß durch Hiroshima, haben es andere Mangas dagegen immer noch schwer, in der westlichen Kultur Fuß zu fassen. Der Siegeszug der Mangas began zu Beginn der Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts.

Bereits wesentlich früher jedoch hatten sich japanische Anime - Trickfilme - auf dem deutschen Markt durchgesetzt. Es wird oft vergessen, dass die klassischen Trickfilmserien der Siebziger- und Achtzigerjahre japanische Serien waren: Sei es Heidi, Pinochio oder Captain Future.